31.8.06

Patientenforum zur Männerheilkunde in Düsseldorf

Patientenforum zur Männerheilkunde in Düsseldorf: "Im Rahmen der 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Andrologie findet am Samstag, den 9. September 2006, um 12.30 Uhr, im Düsseldorfer Hilton Hotel, Georg-Glock-Straße 20, im Rheinlandsaal A ein öffentliches Patientenforum statt.
30.08.06 - Im Mittelpunkt steht das aktuell gerade wieder kontrovers diskutierte Thema der Männer und ihrem Anspruch an die Gesundheitsvorsorge, um typische Männerkrankheiten und den unerfüllten Kinderwunsch. Dieses Patientenforum richtet sich an alle interessierten Bürger, Betroffene und deren Angehörige. Sie haben die Möglichkeit mit Experten auf dem Gebiet der Andrologie (Männerheilkunde), die sich aus Anlass der Jahrestagung in Düsseldorf aufhalten, ins Gespräch zu kommen, ihre Fragen zu formulieren und fundierte Antworten von erfahrenen Medizinern zu erhalten.

Die Gesprächspartner sind Prof. Dr. med. Gerhard Haidl aus Bonn, Prof. Dr. med. Eberhard Nieschlag aus Münster, Priv.-Doz. Dr. med. Herbert Sperling aus Mönchengladbach, und Prof. Dr. med. Wolfgang Weidner aus Gießen auf der medizinischen Seite. Als Patientenvertreter werden Mitglieder der Klinefelter-Gruppe Freiburg, des Wunschkind e.V. aus Berlin und der Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion München von ihren Erfahrungen berichten.

Je früher das Problem von Erektiosstörungen angegangen wird, desto höher die Heilungschancen

Andrologen unterscheiden zwischen Erektionsstörungen (Impotentia coeundi) und Unfruchtbarkeit (Impotentia generandi), der Unfähigkeit, bei normaler Erektion ein Kind zu zeugen. Alleine in Deutschland sind ca. vier bis sechs Millionen Männer im Alter zwischen 30 bis 70 Jahren von einer Erektionsstörung betroffen. 500.000 Paare sind in unserem Land ungewollt kinderlos. Je früher das Problem angepackt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Leider vermeiden viele Männer aus Scham über den Verlust ihrer Männlichkeit den Gang zum Spezialisten. Rund anderthalb Jahre warten Betroffene im Schnitt, bevor sie sich ärztliche Hilfe suchen.

Männer gelten generell eher als Gesundheitsmuffel als Frauen. Besonders unbeliebt bei den Männern sind Krebsvorsorgeuntersuchungen. Obwohl Tumore zu den häufigsten Todesursachen bei Männern zählen, nehmen 58 Prozent der Befragten nicht regelmäßig Vorsorge-Untersuchungen wahr.

23.6.06

Neues Verfahren zur Erforschung der Unfruchtbarkeit - pressetext.deutschland

Ein Verfahren, das Sperma grün leuchten lässt, soll Fortschritte in der Erforschung von Ursachen für eine Unfruchtbarkeit ermöglichen. Wissenschafter der University of Oxford haben ein Gen extrahiert, das ein grünes Protein bei einer Qualle hervorbringt. In der Folge wurde damit in den Hoden von Hamstern grünes Sperma geschaffen. Das grün fluoreszierende Protein wird nur im mittleren Bereich des Spermas sichtbar. Verantwortlich dafür ist, dass das Protein auf die Mitochondrien abzielt, die nur in diesem Bereich vorhanden sind. Die Fluoreszenz selbst ist nur bei Licht einer bestimmten Wellenlänge unter dem Mikroskop sichtbar. Hamster verfügen über ein ähnliches Sperma wie der Mensch und sind daher ein ideales Modell für die Untersuchung der menschlichen Spermaentwicklung und möglicher Fehlfunktionen. Die Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Biology of Reproduction veröffentlicht.

Die Wissenschafter gehen davon aus, dass das neue Verfahren eine genaue Analyse der Genfunktionen bei Sperma ermöglichen wird. Mittels des Quallenproteins sollen spezifische Gene im Sperma sichtbar gemacht und in der Folge auch ihre Fortschritte verfolgt werden können. Der leitende Wissenschafter John Parrington erklärte, dass das eigentliche Ziel sei, dieses Verfahren für die Erforschung der Gene einzusetzen, die während der Befruchtung entscheidend sind und eine Unfruchtbarkeit auslösen können, wenn ihre Funktion gestört ist. Dieses Forschungsvorhaben sei vor allem daher wichtig, da eine Studie kürzlich ergab, dass ein von sieben britischen Paaren unter Fruchtbarkeitsproblemen leidet. Ein Drittel dieser Fruchtbarkeitsprobleme sei auf unbekannte Ursachen zurückzuführen.

Zahlreiche Zellen des Körpers können im Labor kultiviert und gentechnisch verändert werden. Bei Spermazellen ist das aufgrund ihrer geringen Größe und außergewöhnlichen Form nicht möglich. Dazu kommt, dass sie außerhalb des Körpers nur eine kurze Zeit überlebensfähig sind. Die Wissenschafter wollen sich auf den Mechanismus konzentrieren durch den Sperma, das in eine Eizelle eindringt, sie dazu bringt sich zu einem Embryo zu entwickeln. Das neue Verfahren könnte es zusätzlich erlauben, gentechnisch veränderte Tiere für eine Reihe anderer Forschungsvorhaben zu schaffen. Derzeit entstehen gentechnisch veränderte Mäuse durch die Platzierung synthetischer Gene in einer Eizelle. Dieses Verfahren ist laut BBC vergleichsweise wenig effizient. Aus diesem Grund sind bisher Versuche gentechnisch veränderte Versionen wichtiger Modelltiere wie Hamster oder Meerschweinchen zu schaffen gescheitert. Die Schaffung transgener Tier aus transgenem Sperma könnte eine Lösung für dieses Problem bieten.

Vasektomien verursachen genetische Abweichungen der Spermien

Die Sterilisation des Mannes (Vasektomie) kann in der Folge bei Sperma chromosonale Abweichungen verursachen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftern um Nares Sukchareon von der Chulalongkorn Universität http://www.chula.ac.th/chula/en gekommen. Bei Männern, die eine Vasektomie rückgängig machen ließen, war die Rate von Abnormalitäten zehn Mal so hoch. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass dafür die ursprüngliche Operation und nicht der wiederherstellende Eingriff verantwortlich war. Allan Pacey von der British Fertility Society http://www.britishfertilitysociety.org.uk unterstützte die Argumentation, dass Männer vor einer Vasektomie gestattet sein sollte Sperma einzufrieren. In Großbritannien werden jährlich rund 40.000 Vasektomien durchgeführt. 2.500 Männer lassen diesen Eingriff in der Folge wieder rückgängig machen. Rund die Hälfte dieser Versuche ist laut BBC erfolgreich.

Die Forscher untersuchten Männer bei denen sich das Sperma nicht mit der Ejakulationsflüssigkeit vermischen kann. Es zeigte sich, dass diese Männer viel häufiger über chromosomale Aneuploidien, also Abnormalitäten verfügten. Es gab einige Anzeichen, dass sich dieses Problem im Laufe der Zeit selbst regulierte. Je mehr Zeit seit der Vasektomie verstrichen war, desto wahrscheinlicher war es, dass normales Sperma produziert wurde. Bei einer normalen Empfängnis sollte das Vorhandensein von fehlerhaftem Sperma kein Problem darstellen, da der weibliche Körper die besten Spermien auswählt.

Bei einer künstlichen Befruchtung müsse man sich laut Sukchareon bewusst sein, dass eine größeres Potenzial für Fehlschläge und gesundheitlichen Schwierigkeiten bei den Kindern bestehe. Offen blieben Fragen wie, ob diese Abnormalitäten des Spermas reversibel sind und wenn, wie lange es braucht bis der Normalzustand wieder erreicht ist. Viel wichtiger aber sei, ob die in der Folge geborenen Kinder Schwierigkeiten haben werden. Bisher wurden laut dem Wissenschaftler in diesem Bereich keine Untersuchungen durchgeführt.

1.6.06

Erste Fruchtbarkeitspille für den Mann

Die österreichische Gesellschaft für Urologie und der Berufsverband der österreichischen Urologen informierten heute, Donnerstag, im Kinderwunschzentrum Privatspital Goldenes Kreuz in Wien über die erste Fruchtbarkeitspille für den Mann. PROfertil verbessert nach Expertenaussagen die Spermienqualität und hat keine bekannten Nebenwirkungen, dies belegt auch eine entsprechende Pilotstudie. Zur erfolgreichen Therapie muss das Präparat zweimal täglich über eine Dauer von mindestens drei Monate eingenommen werden.

Durch gewisse Lebensumstände und einen falschen Lebensstil entsteht ein Mangel an Mikronährstoffen, die für die Samenzellreifung wichtig sind. Faktoren, die einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität und die Zeugungsfähigkeit nehmen können, sind beispielsweise angeborene Erkrankungen, Operationen am Beckenbereich, Hormonstörungen, Mumps und Entzündungen am äußeren Penis und Hoden. Außerdem wirken Umweltbelastungen wie beispielsweise Schadstoffe, Schwermetalle, belastende Lifestylefaktoren wie Nikotin, Alkohol und veränderte Lebensumstände wie Stress negativ auf die Spermienproduktion. Die Orthomolekulare Medizin greift in diese biochemischen Reaktionsschritte der Zellatmung ein. Zur Therapie werden Eubiotika wie PROfertil verabreicht.

PROfertil wurde innerhalb von zwei Jahren entwickelt und in einer Pilotstudie getestet. Es ist eine Zusammensetzung von Mikronährstoffen, wie L-Carnitin, der Aminosäure L-Arginin, Coenzym Q10, Vitamin E, Zink, Folsäure, Glutathion und Selen. An der dreimonatigen Pilotstudie haben 30 Männer, im durchschnittlichen Alter von 36,8 Jahren, mit mindestens zwei ’schlechten’ Spermiogrammen und langjährigem Kinderwunsch teilgenommen. Nach Ablauf der drei Monate wurde neben einem Fragebogen ein Kontrollspermiogramm zur Überprüfung der Wirksamkeit des Präparats durchgeführt. Die Zwischenauswertung ergab eine deutliche Verbesserung der Spermienqualität und -quanität sowie eine Zunahme der beweglichen Samenzellen. Insgesamt hatten acht von 24 Patienten wieder normale Spermiogrammbefunde, vier davon sind bereits werdende Väter. Eine weiterführende Studie zur Untermauerung der Daten ist ab Herbst 2006 geplant.

Ein normales Spermiogramm definiert die Weltgesundheitsorganisation WHO mit einer Ejakulatmenge von zwei bis acht Milliliter. Pro Milliliter Samenflüssigkeit sollen über 20 Mio. Spermien vorhanden sein, von denen sich 25 Prozent schnell vorwärts bewegen sowie mindestens 30 Prozent normal geformt sein sollen. Neben dem Samenzellbefund dürfen im Ejakulat nicht mehr als eine Mio. pro Milliliter Leukozyten sowie keine Bakterien vorhanden sein. Grundsätzlich sollten jedoch zwei Spermiogramme vom Urologen angefertigt werden, um eine sichere Diagnose zu stellen.

Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch liegen laut ÖBIG Register zu 28 Prozent bei der Frau und zu 60 Prozent beim Mann. Etwa 40 Prozent der Männer leiden weltweit unter verminderter Fruchtbarkeit durch mangelhafte Spermienqualität, Tendenz steigend. Derzeit haben rund 30.000 Paare in Österreich Probleme, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen, erklärt Heinz Strohmer, Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz, auf Nachfrage von pressetext.

24.3.06

Ozon macht schlappe Spermien

Bei zu hohen Ozonwerten in der Luft machen auch die Spermien beim Mann schneller schlapp. Eine US-Medizinerin untersuchte zwei Jahre lang Samenspenden von Männern und setzte sie mit der Schadstoffbelastung der Luft in Beziehung.

Ergebnis: Anders als Kohlenmonoxid oder Stickoxide beeinträchtigte Ozon die Spermienproduktion. Es wird vermutet, dass der Luftschadstoff eine Entzündungsreaktion hervorruft oder die Bildung spermienschädlicher Substanzen im Blut bewirkt.

Durch das Ozon werde die Zeugungsfähigkeit eines Mannes mit normaler Spermienzahl aber nicht beeinträchtigt, hieß es. Rebecca Sokol von der Universität von Südkalifornien wertete die Spermienqualität von rund 50 Männern aus, die zehn Mal im Jahr für eine Samenbank gespendet hatten, wie der „New Scientist“ berichtet.
[Via: Salzburger Nachrichten]

10.2.06

Nachbrenner für Spermien

Amerikanische Wissenschaftler haben erstmals den elektrischen Strom in einer einzelnen Spermazelle gemessen und dabei genauer untersucht, wie der "Heckmotor" im Schwanz der Zelle aktiviert wird. Die Schlüsselrolle spielt dabei ein Protein namens CatSper. Es sorgt dafür, dass Kalzium in den Schwanz eines Spermiums fließen kann. Dort löst das Kalzium schnelle Bewegungen aus, die dem Samen genug Energie liefern, um in die Eizelle einzudringen.

Hat sich ein Spermium auf seinem Weg durch den weiblichen Geschlechtstrakt bis zur Eizelle vorgearbeitet, aktiviert es eine Art Heckmotor: Durch heftige Schläge mit dem Schwanz sammelt es genug Energie, um in das Ei zu gelangen. Schon seit längerem war bekannt, dass diese so genannte Hyperaktivierung auf Kalzium beruht, das aus anderen Teilen der Samenzelle in den Schwanz fließt.

Nun hat das Team um David Clapham vom Howard-Hughes-Medizin-Institut direkt gezeigt, was das CatSper-Eiweiß mit der Hyperaktivierung zu tun hat. Schon länger vermuteten Wissenschaftler, dass CatSper für die Bewegungsfähigkeit von Sperma mitverantwortlich ist. Frühere Versuche mit Sperma von Mäusen hatten gezeigt, dass Samenzellen ohne CatSper schlechte Schwimmer waren, die die Schutzbarriere der Eizelle nicht überwinden konnten. Daher glaubten Forscher schon länger an einen Zusammenhang zwischen CatSper und dem Kalziumfluss in den Spermaschwanz.

Clapham und seine Kollegen benutzten nun einzelne Samenzellen von normalen Mäuserichen mit CatSper und maßen den elektrischen Strom aus geladenen Kalzium-Teilchen, die bei der Hyperaktivierung in den Schwanz der Samenzelle fließen. Bei Spermien von Mäusen ohne das CatSper-Eiweiß hingegen war ein solcher Fluss von Kalzium-Ionen nicht nachweisbar. Damit hatten die Wissenschaftler direkt die Wirkung des Proteins demonstiert: CatSper-Eiweiße bilden einen Schlüsselkanal für die Kalzium-Ionen, die bei der Hyperaktivierung in den Schwanz wandern.

Außerdem fanden die Forscher heraus, dass der Laugegrad in dem Spermium beeinflusst, wie viel Kalzium durch die CatSper-Kanäle fließen kann. Als nächstes müsse nun untersucht werden, was den Laugegrad in der Zelle steuert. Eventuell reagiert das Spermium auf Signale der Eizelle, vermuten Clapham und seine Kollegen.

Die Wissenschaftler waren die ersten, denen eine Messung eines elektrischen Stroms an einem einzigen Spermium gelang. Mit ihrer neuen Methode könnten sie nun auch andere Kanalsysteme in Samenzellen untersuchen, so der Kommentar der Forscher.

Die Erkenntnisse über CatSper hingegen könnten interessant für die Entwicklung neuer Verhütungsmittel für Männer sein, glauben Clapham und sein Team. Ein solches Medikament müsste die CatSper-Kanäle gezielt blockieren, andere Leitungen für Kalzium jedoch geöffnet lassen.

18.1.06

Sterilisation ohne Operation

Hier nochmal ein schöner Artikel zum Thema Handys und Fruchtbarkeit. Der Autor dieser Seite stellt ein spezielle "Gerät(?)" her, mit dem man per elektromagnetischer Strahlung seine Fruchtbarkeit willentlich und nachhaltig beeinträchtigen kann. Also als Alternative zur Vasektomie (Sterilsation des Mannes)
:-) Nichts für schwache Nerven

17.1.06

Erektion, Rauchen und Psyche

Was war zuerst da? Die Zigarette oder die Erektionsstörung? Man geht davon aus, dass Raucher öfter an Potenzproblemen leiden als Nichtraucher, weil die Blutgefäße vom Rauchen verengt werden und der Blutfluss im Schwellkörper gestört wird. Nun vermutet eine finnische Studie, dass es auch umgekehrt funktionieren könnte: Wer keine Erektion bekommt, ist psychisch so belastet, dass er eher dazu neigt, mit dem Rauchen zu beginnen als der Mann ohne Potenzprobleme.

Via: Blogg.zeit.de

4.1.06

Spermientest für Zuhause

Der weltweit erste frei erhältliche Fruchtbarkeitstest für Männer ist in Großbritannien auf den Markt gekommen. Der Heimtest soll Paaren mit Kinderwunsch als Frühwarnsystem für Fruchtbarkeitsprobleme dienen.

Nach einer Stunde weiß Mann, wie beweglich seine Spermien sind, teilte die britische University of Birmingham am gestrigen Dienstag mit. Eine gute Schwimmfähigkeit der Keimzellen ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Befruchtung einer Eizelle.

In dem Test müssen die Spermien durch eine Barriere schwimmen, in der die Bedingungen im weiblichen Gebärmutterhals simuliert werden. Mit einem Gerät werden die Keimzellen gezählt, die die Barriere passieren. Auf diese Weise wird die Konzentration aktiver Spermien bestimmt. Ist sie ausreichend hoch, erscheint eine rote Linie, die das positive Ergebnis anzeigt.

Ein Forscherteam um Chris Barratt beschrieb die Entwicklung des Tests in der Online-Ausgabe des Magazins "Human Reproduction". Ein Testlauf mit 150 Männern ergab, dass der Test bei 95 Prozent der Proben richtige Ergebnisse lieferte.

Paare mit Kinderwunsch könnten mithilfe des Tests frühzeitig prüfen, ob ein Problem mit der Zeugungsfähigkeit des Mannes besteht. Bislang würden sie meist angewiesen, erst nach einem Jahr ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls es nicht zur gewünschten Schwangerschaft kommt. "Aber das Alter kann einen sehr deutlichen negativen Effekt auf die Fruchtbarkeit haben", sagt Barratt. Daher könne es von Vorteil sein, frühzeitig Klarheit zu haben.

Der leicht anzuwendende Test biete zudem einen weiteren Vorteil: Er nehme Druck von Männern, die sich schämten, eine Probe in einer Fruchtbarkeitsklinik abzugeben.

Ausführliche Beschreibung des Spermientests für zuhause

22.12.05

Erektion als Herzensangelegenheit

Männer mit Erektionsproblemen sollten immer auch auf eine Herzerkrankung hin untersucht werden. Dies teilte Dr. Ian Thompson vom University of Texas Health Science Center in San Antonio mit. "Eine erektile Dysfunktion kann verschiedene Ursachen haben unter anderem auch Herz- Kreislauferkrankungen und betroffene Männer sollten diesbezüglich von einem Internisten untersucht werden.

Nicht zuletzt ist dies auch notwendig, bevor Medikamente verabreicht werden, die - wie z. B. Viagra - durch eine vermehrte Durchblutung die Erektion fördern. Bei Herzerkrankungen kann es hierdurch nämlich zu Komplikationen kommen.

Aber auch bei herzgesunden Männern können die Potenzstörungen ein erster Hinweis auf eine beginnende Herzerkrankung sein. In der von Thompson vorgestellten Studie wurden annähernd 9500 Männer älter als 55 untersucht. Auch bei denjenigen, welche nie Herzprobleme hatten, lag die Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 5 Jahre einen Infarkt oder eine Herzattacke zu erleiden bei 25%. Bei Männern mit kardiovaskulären Problemen in der Vorgeschichte stieg diese Zahl auf 45%.

Die Daten dieser Studie weisen erstmals die enge Beziehung zwischen Potenzstörungen und nachfolgenden Herzproblemen nach, so der Studienleiter. Die Studie wird in dieser Woche in der aktuellen JAMA (Journal of the American Medical Association) erscheinen.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein regelmäßiger internistischer Check-Up bei Männern mit einer erektilen Dysfunktion zu empfehlen ist

27.11.05

Sperma hilft gegen Depressionen

Sperma beeinflusst die Psyche von Frauen
In einer Aufsehen erregenden Studie an 293 College-Studentinnen in den USA, die von Gordon Gallup und Mitarbeitern in der Juni-Ausgabe des wissenschaftlichen Journals "Archives of Sexual Behavior" publiziert wird, berichten die Wissenschaftler erstmals über eine eindeutige Korrelation zwischen der Verwendung von Kondomen und der Häufigkeit von depressiven Stimmungen. Junge Frauen, deren Partner beim Geschlechtsverkehr kein Kondom benutzt hatte, litten signifikant seltener an Depressionen. Umgekehrt neigten Studentinnen, die beim Geschlechtsverkehr auf Kondome vertrauten, zu Selbstmordgedanken. Auch seltener Geschlechtsverkehr hatte negativen Einfluss auf die psychische Verfassung der jungen Frauen. Die Depressionen nahmen mit längerer Enthaltsamkeit deutlich zu. Die Forschergruppe um Gallup nimmt daher an, dass möglicherweise psychisch wirksame Hormone oder eventuell auch andere, noch nicht näher charakterisierte Botenstoffe aus dem Ejakulat in der Vagina aufgenommen werden und das Gefühlsleben der Frauen beeinflussen. Als aussichtsreiche Kandidaten unter den zahlreichen Substanzen des Spermas gelten Östrogene, Östrogenmetaboliten und Prostaglandine, bei denen schon gezeigt wurde, dass sie depressive Symptome mildern können.

Weitere Studien notwendig
Wie die Autoren zugeben, bleiben nach dieser ersten umfangreichen Studie über eine potenzielle Beeinflussung psychischer Funktionen durch Inhaltsstoffe des Spermas mehr Fragen offen, als beantwortet wurden. So gibt es so gut wie keine Erhebungen über die Wirkung von Spermakomponenten, die im Bereich anderer Organsysteme, wie in der Mundhöhle oder im Rektum resorbiert wurden. Die Forscher von der New York State University halten es daher für wichtig, mögliche antidepressive Effekte von Sperma auch nach oralem oder analen Verkehr sowohl bei heterosexuellen als auch bei männlichen homosexuellen Paaren zu studieren. Sie wollen damit herauszufinden, ob die nachgewiesenen Effekte nur beim weiblichen Geschlecht mit seiner besonderen Neigung zu Depressionen auftreten oder bei beiden Geschlechtern zu beobachten sind.

Das ist zwar streng genommen keine andrologische Studie, sondern eher das Gegenteil und gut geeignet diverse Stammtische auf Monate mit Gesprächsstoff zu versorgen

31.10.05

Akupunktur verbessert Spermienqualität

Eine aktuelle Studie aus “Fertility Sterility” ergibt eine mögliche Verbesserung der Spermienqualität durch Akupunktur. In ca. 50% der Fälle ist die Fruchtbarkeit des Mannes (mit)ursächlich an einem unerfüllten Kinderwunsch beteiligt. Oft sind die Gründe für ein schlechtes Spermiogramm nicht fassbar (idiopathische) und in diesen Fällen könnte Akupunktur hilfreich sein.

Eine international besetzte Forschergruppe aus Medizinern, Mathematikern und Biologen analysierte jetzt zusätzlich, welche Änderungen die Akupunktur an der Struktur von Spermien bewirken kann. Dabei nutzten die Forscher modernste Apparate, darunter das Transmissionselektronenmikroskop (TEM), eine Erweiterung des bekannten Elektronenmikroskops. Denn das TEM zeigt noch die feinsten Details im Aufbau der Spermazellen, die zusammen als Ultrastruktur bezeichnet werden.

Die Forscher schlossen 40 Männer, die in einer ungewollt kinderlosen Partnerschaft lebten, in ihre Studie ein. Deren Partnerinnen waren nicht schwanger geworden, trotz ungeschützten Verkehrs und wiederholter künstlicher Befruchtungsversuche. Alle Männer litten an der idiopathischen Infertilität, die von Andrologen festgestellt worden war. Aufeinander folgende Samenanalysen hatten zu wenige oder zu langsame Spermien oder Fehlformen aufgedeckt. Der Hormonspiegel lag der Männer lag jedoch im Normbereich.

Die 28 Teilnehmer der Akupunkturgruppe wurden fünf Wochen lang behandelt. Genadelt wurde zweimal je Woche an verschiedenen Haupt- und Nebenpunkten. Die Forscher führten die Akupunkturnadeln – je nach Körperregion – bis in eine Tiefe von 25 mm in die Haut ein. Das nadeltypische DeQi-Gefühl, vermittelt über Schmerznerven, lösten sie durch Rotationen der Nadeln um deren Achse aus. Die Nadeln wurden für 25 Minuten am Akupunkturpunkt belassen. Die 12 Männer der Kontrollgruppe erhielten keine Therapie.

Als natürliche Befruchtungsgrenze, die Zahl gesunder Spermien also, die zur Befruchtung notwendig ist, gilt derzeit die Gesamtzahl von 2 Millionen Spermien je Samenerguss. Bei den Teilnehmern der Akupunkturgruppe hatte sich die Zahl der optimal beweglichen und normal geformten Spermien mehr als verdreifacht. Die Autoren stellen fest, die Akupunkturbehandlung habe sowohl den inneren Aufbau als auch die äußere Form der Geißeln deutlich sichtbar gefördert. Und dadurch bedingt die Beweglichkeit der Spermien.

Der Pressesprecher der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin (DAAAM), Dr. Bernd Ramme, meint dazu: “In der Tat, diese Ergebnisse stützen deutlich die Grundhypothese der Akupunktur: Jedes natürliche Leiden resultiert aus Störungen des harmonischen Flusses von Stoffen oder Energie. Ganz oben auf der Liste stehen dabei – neben Schmerzen – die hormonellen Erkrankungen.”

Pei J et al: Quantitative evaluation of spermatozoa ultrastructure after acupuncture treatment for idiopathic male infertility. Fertil Steril 2005;84:141–7.

21.10.05

Spermien und Nikotin

Eine Studie, die von der Firma Philip Morris finanziell unterstützt wurde, konnte sehr klar nachweisen, dass die Befruchtungsfähigkeit der Spermien abnimmt, wenn der Mann Zigaretten raucht.

Interessant ist die Studie, weil hier nicht nur der Einfluss des Nikotins auf Spermienzahl und Beweglichkeit untersucht wurde, also die Parameter, die in einem Spermiogramm ermittelt werden, sondern die tatsächliche Befruchtungsfähigkeit im Kontakt mit der Eizelle. Dazu wurde von der Arbeitsgruppe um Loni Burkman von der University at Buffalo im US-Bundesstaat New York ein sogenannter Hemizona-Assay durchgeführt. Hierbei werden Eizellhüllen geteilt und mit den Spermien zusammengebracht. Diese erkennen nicht, dass es sich hier nur um die Hülle handelt und versuchen die “Eizelle” normal zu befruchten. Die Bindungsfähigkeit der Spermien an die Eizellhülle wird also auf diese Weise festgestellt und man konnte erkennen, dass diese Bindungsfähigkeit bei Spermien von Rauchern deutlich eingeschränkt war.

Wie Burkman jetzt berichtete, bestanden nur die Spermien von einem Drittel der Raucher diesen Test. Die Forscher führen das auf die Wirkung des im Tabakrauch enthaltene Nikotins zurück, das sich an Rezeptoren auf der Zelloberfläche der Spermien bindet. Ein Teil der Spermien kann sich dann nicht mehr an die Eihülle heften.

"Bei keinem dieser Männer war die Zeugungsfähigkeit gleich Null», sagt Burkman. Doch bei den starken Rauchern, die täglich 19 oder mehr Zigaretten rauchten, war die Durchfallquote der Spermien deutlich höher als bei Männern, die weniger als zehn Zigaretten rauchte. "

10.10.05

Cremaster-Reflex

Poppis Hirn ein Blog, in dem sich ziemlich viel Blödsinn sammelt, beschäftigt sich mit der Hodentemperatur. Unter der plastischen Überschrift "der Sack" finden sich Folgendes:



Spermienbildung erfolgt nur bei Temperaturen, die etwas unterhalb der normalen Körpertemperatur liegen - bei ca. 35° C. Ist die Temperatur im Hoden zu hoch, so wird die Bildung gehemmt oder es kommt zu einer Zerstörung der Spermien. [...]. Um die Temperatur im Hoden konstant zu halten, wird dieser bei niederen Temperaturen durch Anspannung der Muskeln des Hodensackes an den Körper herangezogen, im gegenteiligen Fall dehnt sich der Hodensack aus.
Auf diesem Bild für Klimaanlagen schön zu erkennen :-)

5.10.05

idw - "Molecular Andrology"

"Molecular Andrology": "Internationaler Workshop vom 7. bis 9. Oktober 2005 im Alten Schloss am Brandplatz in Gießen ":
Bereits zum vierten Mal findet der internationale Workshop "Molecular Andrology", der vom Institut für Anatomie und Zellbiologie sowie dem Zentrum für Dermatologie und Andrologie gemeinsam mit dem Hessischen Zentrum für Reproduktionsmedizin ausgerichtet wird, vom 7. bis 9. Oktober 2005 im Alten Schloss am Brandplatz in Gießen statt. Im Mittelpunkt der Tagung stehen in diesem Jahr drei zentrale Aspekte der Grundlagenforschung in der "Männermedizin", der Andrologie.

Website der Veranstaltung

24.9.05

Kaffee gut für Spermienbeweglichkeit?

Kaffee ist offenbar gesünder als sein Ruf. Dies haben gleich mehrere Studien bewiesen.

Kaffee ist nach wissenschaftlichen Studien gesund und trägt zu einem aktiven Sexleben bei. Entgegen seinem ungesunden Ruf ist das koffeinhaltige Getränk gut für die Zähne, senke das Leberkrebsrisiko und erhöhe die Fruchtbarkeit.

Dies berichtet das Magazin Men's Health unter Berufung auf weltweite Forschungsergebnisse: So fanden Wissenschaftler der brasilianischen Universität Sao Paulo heraus, dass die Spermien von Gewohnheitskaffeetrinkern deutlich beweglicher sind als die von Koffein-Abstinenzlern.

Auch scheint das schwarze Getränk ein Aphrodisiakum zu sein: Eine Umfrage der US-Universität Michigan ergab, dass Kaffeetrinker sexuell wesentlich aktiver sind. Gemäss Wissenschaftlern an der italienischen Universität Ancona bremsen Koffein und andere im Kaffee enthaltene Stoffe die Entstehung von Plaque und Karies.

Eine Studie der japanischen Tohoku-Universität an 90.000 Teilnehmern zeigte zudem, dass Kaffee ein entscheidender Schutz gegen Leberkrebs sein kann: Bis zu zwei Tassen am Tag verringern demnach die Anfälligkeit um 48 Prozent, bei fünf Tassen und mehr sogar um 76 Prozent.
Via: Tagesanzeiger

15.9.05

Begehbare Prostata

Als größte, erste und einzige begehbare Prostata wird das Projekt des Europäischen Prostata-Aktionstags in Berlin angekündigt. Dass eine solche Aktion die Menschenmassen lockt, darf bezeifelt werden, aber der gute Wille ist erkennbar.

Am 15. September 2005, dem Europäischen Prostata-Aktionstag 2005, wird die weltweit erste und größte begehbare Prostata präsentiert. Im Atrium im SpreeKarree (Friedrichstraße 136) in Berlin Mitte werden von 18:00 bis ca. 21:00 Uhr Aktionen unter dem Motto "Soll Man(n) oder soll Man(n) nicht?" stattfinden. Neben der Enthüllung der Prostata, soll es Führungen und Erklärungen zum Modell und zu Erkrankungen der Prostata geben.


Via Kinderwunsch-News:Begehbare Prostata

14.9.05

Spermien aus dem Automaten

Ok, eine verwirrende Überschrift, es geht hier um Schweine :-)

Frisches Sperma aus dem Automaten können belgische Schweinezüchter künftig kaufen. Der eiserne Verkäufer, ein umgebauter Süßigkeitenautomat, wird der Zeitung "Het Laatste Nieuws" vom Dienstag zufolge kommende Woche im flämischen Pittem aufgestellt.

"Für uns ist der Automat die ideale Lösung", sagte eine Sprecherin des dortigen Zentrums für künstliche Befruchtung der Zeitung. "Eine Sau muss gedeckt werden, wenn sie brünstig ist. Die Folge davon ist, dass Bauern sieben Tage die Woche für eine Spermaprobe bei uns anklopfen. Mit dem Automaten hoffen wir auf ruhigere Wochenenden."

Der Automat kühlt das Schweinesperma auf eine Temperatur von konstant 17 Grad Celsius. So bleibt es zwei Tage lang haltbar. Spaßvögel hält das Unternehmen mit einem Trick vom Spermakauf ab: Statt Münzen nimmt der Automat nur Jetons an, die Kunden vorab im Befruchtungszentrum kaufen müssen.

Tirol-online

11.9.05

Spermien lange haltbar

Eisgekühlte menschliche Spermien behalten jahrzehntelang eine gute Qualität. Das ergab die regelmäige Kontrolle von insgesamt 238 Einzelproben, die zwischen 1976 und 1989 eingefroren worden waren.

Das Material stammte von 34 Patienten, von denen bei 18 wegen einer Krebserkrankung die Hoden hatten entfernt werden m�ssen. Alle drei Jahre wurde jeweils eine Teilprobe dieses Materials mikroskopisch analysiert. Wie Forscher aus verschiedenen deutschen Kliniken in der Online-Ausgabe des Fachblattes „Der Urologe” berichtet haben, hatte zwar die Beweglichkeit der aufgetauten Samenzellen im Vergleich zu frischem Sperma deutlich abgenommen.

Qualität bleibt langfristig gut

Die Qualität nahezu aller aufgetauten Proben war aber zu jedem Zeitpunkt der Untersuchung für eine spätere künstliche Befruchtung ausreichend gut. Innerhalb der ersten drei Jahre finden die stärksten Veränderungen statt, danach hat die Dauer der Eislagerung kaum noch Einfluß auf die Qualität.
Das ist besonders ermutigend für den Fall, daß bereits in jungen Jahren die Hoden entfernt werden müssen. Diese Patienten sind nicht unter Zeitdruck, weil offenbar nicht befürchtet werden muß, dass das Sperma mehr Schäden davonträgt, wenn sich die Betroffenen vielleicht erst nach vielen Jahren für eine künstliche Befruchtung entscheiden."

Via: Kinderwunsch-News Spermien bleiben eingefroren lange fit

7.9.05

Polymer bringt schlaffe Spermien auf Trab

Aus: Kinderwunsch - Wunschkinder:: Die Vitalität schlaffer Spermien läßt sich erhöhen, wenn sie gezielt Antioxidantien ausgesetzt werden. Britische Chemiker haben jetzt ein Zuckerhaltiges Polymer entwickelt, an das sie das Antioxidans Vitamin E koppelten (Nat Chem Biol-Online).

Dieser Komplex wird von Spermatozoen aufgenommen, Vitamin E im Innern dann freigesetzt. Bei Schweinen hat es schon geklappt: In Versuchen ließen sich durch Behandlung mit dem Komplex Vitalität und Lebensdauer der Spermien sowie die Fertilität erhöhen."